Thorsten Enderlin mit Kletterhelm in den Bergen

Wie der Weg aus dem Kopf und in die Natur dein Leben verändern kann

Kennst du das Gefühl, dass dein Kopf brummt? Randvoll. To-do-Listen, Menschen, die du treffen willst, Orte, an die du willst. Arbeit, Familie, die Zukunft. Manchmal wird das alles ganz schön schwer.

Ein einfacher Weg aus dem Kopf heraus: raus in die Natur. Das ist kein Wundermittel. Aber es kann viel bewirken. Eine große Studie aus England hat gezeigt, dass Menschen, die pro Woche mindestens 120 Minuten in der Natur verbringen, häufiger von guter Gesundheit und hohem Wohlbefinden berichten (Quelle). Ob du gern draußen bist oder lieber drinnen: Zeit im Freien kostet nichts, ist einfach und kann deinen Tag verändern.

Wenn du dich das nächste Mal überfordert fühlst, oder noch besser, bevor es so weit kommt: Geh raus und schau, was ein bisschen frische Luft und Grün mit dir machen. Du musst dafür nicht in die Wildnis. Wenn du in der Stadt lebst, reicht der Park um die Ecke oder eine Allee mit ein paar Bäumen.

Was mir draußen hilft: nacheinander durch die fünf Sinne zu gehen.

Was siehst du? Je nach Jahreszeit eine ganze Palette an Farben, Formen und Mustern.

Was riechst du? Blüht irgendwo etwas? Vielleicht riecht es nach Nadelwald, oder nach einem Regenschauer nach nasser Erde.

Was schmeckst du? Nimm dir etwas mit, das du gern isst, oder achte einfach darauf, wie die Luft schmeckt.

Was spürst du? Vielleicht hast du Lust, die Schuhe auszuziehen und barfuß im Gras zu stehen, die Füße ins Wasser zu halten oder mit der Hand über Blätter und Rinde zu streichen.

Was hörst du? Hör den Vögeln zu. Dem Wind in den Bäumen. Und den Geräuschen, die du im Alltag sonst überhörst.

Wenn du dich so nacheinander auf jeden Sinn einlässt, kommst du bei dem an, was gerade um dich herum ist. Der Lärm im Kopf und die vielen Anforderungen treten für einen Moment zurück. Wenn dir der Anfang schwerfällt oder deine Gedanken immer wieder abschweifen, ist das völlig in Ordnung. Du musst hier nichts leisten. Das ist deine Zeit, um loszulassen und anzukommen.

Wann gehst du diese Woche raus?

Und wenn du merkst, dass der Kopf auch draußen nicht leiser wird, dann lass uns in einem Klarheitsgespräch gemeinsam hinschauen.

Geschrieben von Thorsten Enderlin

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